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Biertypen

1. Pils   2. Lager/Kellerbiere   3. Wiener   4. Märzen   5. Altbier   6. Kölsch   7. Weizenbier   8. Kräuter- und Gewürzbiere

1. Pils:
Pils muss nach seiner regionalen Herkunft betrachtet werden. Süddeutsches Pils hat trotz der Bittere eine leichte Malzbetonung. Norddeutsche Biere sind deutlich bitterer und sehr viel schlanker. Generell lässt sich sagen, dass Pilsbiere schlank, hopfenbetont sind und einen sehrfeinporigen Schaum haben sollten.

2. Lager/Kellerbiere:
Diese Biere sind bernsteinfarben bis dunkel und haben meist einen mittleren bis hohen Hopfenanteil. Der Malzcharakter ist karamellartig bis geröstet. Da Kellerbiere häufig unfiltriert sind, haben sie eine höhere Vollmundigkeit. Einige Kellerbiere sind ungespundet und haben daher einen sehr niedrigen CO2 -Gehalt. Geringe Mengen Diazethyl und Ester sind akzeptabel.

3. Wiener:
Biere dieser Kategorie sind rötlich bis kupferfarben. Sie sind schlank bis leicht vollmundig. Diese Biere werden durch ihr malziges Aroma mit leicht malziger Süße und einer reinen Hopfenbittere gekennzeichnet. Es sollten edle Bitter- und Aromahopfen in geringer bis mäßiger Menge verwendet werden. Fruchtester, Diazethyl und Eiweißtrübungen sollten nicht vorhanden sein.

4. Märzen:
Märzentypisch ist die mittlere Vollmundigkeit und eine sehr breite Farbpalette von golden bis rotbraun. Der süße Malzgeschmack sollte über die reine, edle Hopfenbittere dominieren. Der Malzcharakter sollte dagegen eher röstig als zu harmonisch sein. Hopfenaroma und -geschmack sollten zwar vorhanden, aber nicht zu stark sein. Fruchtige Ester sind nicht erwünscht.

5. Altbier:
Dieses kupferfarbene bis braune Bier wird sehr stark gehopft, hat eine mittlere Vollmundigkeit und einen malzigen Geschmack. Eine Vielzahl von Malzen, auch Weizen, kann verwendet werden. Der Hopfengeschmack ist offensichtlich.

6. Kölsch:
Dieses Bier wird warm hauptvergoren und kalt gelagert. Das Kölsch hat eine goldene Farbe und eine Geschmackspalette von schlank über fruchtig bis zu süß. Es sollte aber trotzdem nicht vollmundig sein. Kölsch ist nur schwach gehopft und hat ein leicht bitteres Aroma.

7. Weizenbier:
Das Aroma und der Geruch dieser Biere sollte fruchtig und phenolisch sein. Der typische Weizenbiercharakter wird häufig als bananig, vanillig, nelken-, muskatnussartig bezeichnet. Weizenbiere müssen aus mindestens 50% Weizenmalz hergestellt sein. Die Hopfengabe ist sehr gering, der CO2 -Gehalt dagegen hoch, bis zu 9g CO2 pro Liter. Die Vollmundigkeit von Weizenbieren liegt im mittleren bis hohen Bereich. Der teilweise brotartige Geschmack der Biere kommt von der noch im Bier vorhandenen Hefe, was auch zu einer höheren Vollmundigkeit führt. Diazethyl, Hefebittere sowie Autolysegeschmack darf nicht vorhanden sein.

8. Kräuter- und Gewürzbiere:
Sie kennzeichnen sich durch die Verwendung von Kräutern und Gewürzen. Um das Aromaprofil dieser Biere bemerken zu können sollten die Biere nicht zu voll-mundig und malzbetont sein und auch nicht zu stark gehopft werden. Eine Unterhopfung ist durchaus sortentypisch.